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KINDERARBEIT: Schoko-TÜV JETZT! Kakaopreis-Spekulation STOPPEN! Neue Regierung muss Wort halten!

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KINDERARBEIT: Schoko-TÜV JETZT! Kakaopreis-Spekulation STOPPEN! Neue Regierung muss Wort halten!
  
  

 


Weshalb dies wichtig ist

Wir sind die Kinder von 'SchokoFair ‐ Stoppt Kinderarbeit!' und fordern die neue Bundesregierung auf, sich stark für die Kinderrechte einzusetzen. Seit Jahren ist bekannt, dass für unsere Schokolade Kinder bei den Kakaoernten schuften müssen. Hunderttausende Kinder allein in Westafrika sind von missbräuchlicher Kinderarbeit betroffen, sogar Kindersklaverei gibt es immer noch!

Vor allem in Westafrika, wo der größte Teil der Weltkakaoernte herkommt, leben die Kakaobauern in bitterer Armut. Nur ca. 50 Cent Tagesverdienst macht die Kakaobauern mit zu den ärmsten Produzenten weltweit. Sie erreichen noch nicht einmal die Armutsgrenze, die von der Weltbank auf 1,90 Dollar angesetzt wurde. Da sich die Kakaobauern oft keine erwachsenen Erntehelfer leisten können, müssen die Kinder arbeiten. Die Situation der Kinder hat sich sogar noch durch den Verfall des Weltkakaopreises an den Börsen im letzten Jahr verschlimmert.
Zum einen wird die Kakaoernte schlecht bezahlt, dafür wird danach mit dem Kakao bei der Schokoladenproduktion viel Geld gemacht. Dies aber geschieht nicht in den Kakao‐Ursprungsländern, sondern vor allem in Europa und USA. Konzerne wie Mondelez, Mars, Nestlé und Ferrero machen dort jedes Jahr Milliardengewinne. Es gibt bereits einige kleine Firmen, die in Afrika produzieren und damit den Gewinn bei den Produzenten im Lande lassen, wie z.B. Fairafric in Ghana. Leider sind sie die große Ausnahme.

Alle großen Schokofirmen zahlen den Kakaobauern nur den viel zu niedrigen Weltkakaopreis (zur Zeit zwischen 2000 und 2500 Dollar pro Tonne), der an der Londoner und New Yorker Börse ausgehandelt und spekuliert wird. Auch die sogenannten nachhaltigen Zertifizierer wie UTZ oder Rainforest Alliance können die Armut der Bauern nicht beheben, da sie den Bauern auch nur den Weltmarktpreis zahlen.
Faire Anbieter wie GEPA (Fair Trade Company) zahlen den Bauern über 3500 Dollar pro Tonne Kakao. GEPA bzw. Fairtrade Produkte haben aber nur einen sehr geringen Anteil am deutschen Markt.
Für weit über 90 % der Schokoladen gibt es keine Gewähr, dass die Schokolade wirklich nachhaltig und ohne Kinderarbeit hergestellt wird.
Für unsere letzte Unterschriftensammlung („2 Cent mehr auf jede Schokolade als Soforthilfe für die Kakaobauern“) erhielten wir viel Unterstützung. Die Idee wurde zwar diskutiert, aber der Einzelhandel und die Schokokonzerne lehnten die Idee als nicht realisierbar ab und brachten "Kartellgesetze" und "Preisabsprachen" als Problem und Begründung dagegen vor.Die alte Bundesregierung setzte bisher nur auf die freiwillige Selbstverpflichtung der Schokokonzerne. Das reicht nicht. So wie wir im Verkehrsrecht Gesetze und Strafen zum Beispiel bei der Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung brauchen, so brauchen wir für die Wirtschaft Gesetze zum Einhalten der Menschenrechte im Ausland.

Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung steht: „Wir wollen Initiativen für nachhaltige, entwaldungsfreie Lieferketten von Agrarrohstoffen, z. B. Palmöl, Kakao und Soja, unterstützen."

Wir nehmen die neue Bundesregierung beim Wort. Sie kann sofort einen Importstopp für Produkte erlassen, bei denen Kinderarbeit und illegale Rodung des Regenwaldes nachgewiesen wird.

Wir fordern von der neuen Bundesregierung den Schoko‐TÜV. Dieses neue Gesetz würde alle deutschen Firmen dazu bringen, endlich ihre Lieferketten offenzulegen. Wenn deutschen Firmen im Ausland Verletzung der Kinderrechte nachgewiesen wird, kann man sie vor unseren Gerichten anklagen und bestrafen lassen.
Bisher kann man nur sagen: Bitte hört auf damit! Mehr nicht, da es bisher für deutsche Firmen noch keine Gesetze zum Schutz der Kinderrechte im Ausland gibt.
Auch sollte sichdie neue Bundesregierung dafür einsetzen,dass die Spekulation mit Nahrungsmitteln an den Börsen begrenzt wird. Der Börsenpreis für Kakao muss eine Spekulationsgrenze nach unten bekommen. Den Bauern muss wenigstens die Existenzsicherung (living wages) ermöglicht werden.

Damit würden wir auch einen Beitrag zur Behebung der Fluchtursachen erreichen. Denn neben Kriegen ist vor allem der unfaire Welthandel eine Ursache für Armut und Not.

Die Kinderinitiative `SchokoFair‐Stoppt Kinderarbeit!` ist ein Projekt von Kindern für Kinder. Gestartet im Schuljahr 2009/10 an der Maria‐Montessori Schule in Düsseldorf. Weitere Informationen hier: http://www.schokofair.de

Gepostet April 3, 2018
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