|
Bali: Die Weltöffentlichkeit konfrontiert den Klimawandel
Über 300'000 Avaaz Mitglieder handeln in 72 Stunden
Mir wurde klar, dass ich alleine nichts unternehmen kann, doch die Welt kann sich nur mit meiner Hilfe ändern
Anna, Avaaz Mitglied, Australien
Sehen Sie weiter unten was wir zusammen erreichen konnten
Anna, Avaaz Mitglied, Australien
Sehen Sie weiter unten was wir zusammen erreichen konnten
DER EINSATZ - Eine Einjährige Kampagne führt zu Bali |
|||
|
Zum Abspielen hier klicken
|
Der Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel könnte nicht höher sein. Um den katastrophalen Klimawandel aufzuhalten müssen wir uns noch nie dagewesenen Herausforderungen stellen und vor allem unsere eigene Habgier überwinden. Avaaz Mitglieder haben den Ersten Schritt mit Bravur vollbracht.
Alle unsere Klimakampagnen dieses Jahr führten zu Bali, hier finden Sie die Höhepunkte des Jahres 2007: Januar - Klimaweckruf Wir führten eine weltweite Kampagne in Indien, Frankreich, Deutschland und den USA, welche von den G8 Staaten entschiedene Handlungen in Sachen Klima verlangt und in den internationalen Medien grosse Beachtung fand. Februar - Das Treffen der Umweltminister Wir übergaben eine Petition mit 100'000 Unterschriften an den deutschen Umweltminister Sigmar Gabriel, welcher als Gastgeber sogleich alle Teilnehmer zum Handeln auffordert. Sie machen Klima zur Top-Priorität am G8 Gipfel. Juni - Der G8 Gipfel fand dieses jahr in Heiligendamm statt und Avaaz organisierte gezielte Lobby-Aktionen und übergab eine Petition mit 400'000 Unterschriften an den Vorsitzenden der G8 Verhandlungen. July - Live Earth Avaaz wurde zum offiziellen welweiten Kampagnenpartner von Al Gore und den Live Earth Konzerten. Avaaz Mitglieder organisierten am Abend des Events Tausende von Veranstaltungen, in über 100 Ländern, und Zehntausende unterschreiben das Klimaversprechen, um konkrete persönliche Schritte zu unternehmen. September - APEC Gipfel Präsident Bush versucht mit seiner neu gebildeten Gegenkoalition handfeste Schritte am APEC Gipfel in Sydney, Australien, zu verhindern. Avaaz organisiert eine massive Lobby-Kampagne während des Gipfels und ein riesiges 1000m2 grosses Banner schwimmt über dem Barrier Riff und wirbt für Emissionsziele. Die Presse erklärt den Gipfel als Gescheitert. Alle diese Aktionen führten zum UNO-Klimagipfel in Bali. Warum ist dieser Moment kritisch? Dieses Treffen findet einmal im Jahr statt und wenn wir es verpasst hätten würde dies bedeuten, dass wir unsere kostbare Zeit verschwenden. Zeit, von der uns Wissenschaftler sagen, dass wir sie nicht mehr haben.Das Treffen in Bali soll Rahmenbedingungen für eine neues weltweites Klimaabkommen ausarbeiten. |
||
DER DRUCK - Wir bringen die Stimme der Welt nach Bali | |||
|
Unsere Aufgabe bestand darin die Stimme der Weltöffentlichkeit direkt in die Verhandlungen einzubringen. Es war keine einfache Aufgabe, da solch hochrangige internationale Treffen bewusst weit weg von der Weltöffentlichkeit abgehalten werden. Doch am Ende des Gipfels, nur wenige Regierungen, wenn überhaupt, hatten unsere Stimme nicht gehört.
|
||
DIE KRISE - USA, Kanada und japan blockieren den Konsens | |||
|
Während 10 Tagen nähern sich die Delegationen in Bali langsam aber sicher einem Konsens. Doch dann, nur wenige Tage vor dem Ende der Konferenz, drei Länder -- Die USA, Kanada und Japan -- versuchten den Konsens zu blockieren, indem sie Einspruch gegen bindende Emissionsziele für Industriestaaten einlegten. Die USA blockierten die ganze Konferenz und Kanada, ein Unterzeichner des Kyoto Protokolls, benützte diese Position, um andere Staaten an einem Fortfahren ohne die USA zu hindern Die Verhandlungen befanden sich in einer gefährlichen Sackgasse.
|
||
DIE ANTWORT - Die Macht der Weltöffentlichkeit | |||
|
Diese Krise schien wie massgeschneidert für das Avaaz Netzwerk - und Avaaz Mitglieder traten sofort in Aktion und zwar in den Ländern, wo unmittelbarer Druck am Nötigsten war.
Diese Kampagne wurde durch zahlreiche individuelle Spenden von Avaaz Mitgliedern ermöglicht. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende mit, den Druck auch nächstes Jahr aufrecht zu erhalten:
SpendenUnterstützen Sie unsere Arbeit |
||
DAS ERGEBNIS - Die Klimasünder geben nach | |||
|
Canadian opposition leader with a message for Avaaz from Bali. |
In den letzten Stunden der Konferenz, der Druck beginnt seine Wirkung zu entfalten. Die hitzigen Debatten endeten in einer Sackgasse. Die Deadline für die Gespräche wurde um 24 Stunden verschoben und die Diplomaten arbeiteten durch die Nacht. Japan schloss sich schnell dem Konsens an - nur die USA und Kanada harrten aus. Der grösste und eindeutigste Erfolg konnten wir bei der Position der kanadischen Regierung verzeichnen.Unter massiven Druck von allen Seiten, einschliesslich der Wut der Bürger, vollzog die kanadische Regierung eine Kehrtwendung und erlaubte der kleinen Gruppe von Kyoto-Staaten eine Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen um 25-40% bis 2020. Dieser signifikante Schritt bedeutet, dass sich die Industriestaaten - alle bis auf die USA - auf ehrgeizige Emissionsziele einigen konnten.
Die USA - jetzt gänzlich isoliert - beharren auf ihrer Position. In der letzten Session wurde nochmals ein Kompromiss vorgebracht, den alle Delegationen akzeptierten. Die USA verwarfen auch diesen Vorschlag. Die Welt ist sich ein Alleingang der USA gewohnt, doch scheint nicht Willens zu sein, es diesmal zu akzeptieren. Alle Delegationen ergriffen noch einmal das Wort und drängten die USA zum Handeln. Die Diplomaten handelten genau wie es Hunderttausende Avaaz Mitglieder von ihnen verlangten und beharrten auf ihrer Position. Angesichts dieser geeinten Front, die amerikanische Delegation ergriff noch einmal das Wort und liess verlauten: "Die USA akzeptiert den Konsens." Man kann leider nicht von einem absoluten Erfolg sprechen, denn wir sind immer noch weit entfernt von einem internationalen Abkommmen mit bindenden Emissionszielen. Doch diese entstehende Volksbewegung verleiht uns Hoffnung - Dies ist erst der Anfang! |
||

Geben Sie einen Kommentar